Teilprojekt 2: Räumliche Visualisierung kleiner Objekte

Dieser zweite Projektteil zielt auf die Entwicklung innovativer Methoden, um die räumliche Komponente kleiner Objekte effizient digital zu erschließen. Dabei fokussieren wir uns auf ausgewählte, wissenschaftlich besonders wichtige Einzelstücke, wie sogenannte Typusexemplare oder historisch wertvolle Objekte. Die entomologischen Sammlungen besitzen mehr als 100.000 Typusexemplare, von denen nur ein geringer Teil bereits digital erfasst bzw. dokumentiert ist. Begonnen werden soll mit wissenschaftlich relevanten und zugleich attraktiven Gruppen wie z.B. den Prachtkäfern (Buprestidae, ca. 1.000 Typusexemplare), Bockkäfern (Cerambycidae), ausgewählten Schmetterlingsfamilien und den Libellen.


Beispiel eines digitalen Objekts aus der Schmetterlingssammlung (Holotypus von Pyrrhopyga dorylas Plötz). Foto: MfN Berlin / Mélanie Turiault
Beispiel eines digitalen Objekts aus der Schmetterlingssammlung (Holotypus von Pyrrhopyga dorylas Plötz). Foto: MfN Berlin / Mélanie Turiault

In Kooperation mit der FU Berlin und dem Konrad-Zuse-Institut für Informationstechnik (ZIB), Berlin werden Methoden wie die 3D-Modellierung und –Visualisierung neu bzw. weiterentwickelt, getestet und optimiert. Zum Einsatz kommen dabei spezielle Softwarepakete zur visuellen Aufbereitung und Verarbeitung der Digitalisate. Tests und Verknüpfungsmöglichkeiten mit tomographischen Verfahren sind ebenfalls vorgesehen. Ziel ist es, Empfehlungen für zielorientierte und effiziente Methoden zur Erfassung kleiner räumlich komplexer Objekte zu geben, die auch in anderen Bereichen Anwendung finden können. Ein erstes Beispiel einer 360°-Ansicht eines Insekts, wurde mit der "Monsterwespe" (Megalara garuda) umgesetzt.


Monsterwespe Megalara garuda als erstes Objekt für eine 360°-Visualisierung. Foto: FU Berlin / TET-Projekt
Monsterwespe Megalara garuda als erstes Objekt für eine 360°-Visualisierung. Foto: FU Berlin / TET-Projekt