Digitalisierung von Insektenkästen

Zur Digitalisierung von Insektenkästen besitzt das Museum für Naturkunde einen Spezialscanner, der komplette Insektenkästen einscannen kann. Das Herz der Anlage ist eine Digitalkamera, die von jedem Kasten 240 Teilbilder aufnimmt. Dazu fährt die Kamera in kleinen Schritten über den Insektenkasten und fotografiert aus jeder Position immer genau aus der Vertikalen einen kleinen Teil des gesamten Kastens. Im nächsten Schritt werden die Einzelbilder zu einem einzigen hochauflösenden Bild zusammengefügt. Das daraus resultierende Bild hat mehr als 270 Millionen Pixel und bei einer Auflösung von 250 dpi kann ein Druck mit den Ausmaßen von fast 2 mal 1,5 m erzeugt werden. Auch in diesem Webportal ermöglicht die hohe Auflösung eines jeden Insektenkastens das "hineinzoomen" in jeden Insektenkasten, zur Sichtbarmachung von vielen Details einzelner Insekten.


Insektenkastendigitalisierung am Museum für Naturkunde Berlin. Fotos: MfN Berlin / Bernhard Schurian
Insektenkastendigitalisierung am Museum für Naturkunde Berlin. Fotos: MfN Berlin / Bernhard Schurian

Für einen schnellen Zugriff auf die Informationen der digitalen Inventarisierung der Sammlung und auf die Bilder der Insektenkästen, werden QR-Codes (Quick Response) eingesetzt, wie wir sie von Plakaten und verschiedensten Produkten kennen. Sowohl jeder Insektenkasten als auch jede Insektenart bekommt einen QR-Code mit einer eindeutigen ID. Diese QR-Codes sollen es zukünftig möglich machen, direkt in den Sammlungsräumen Zugriff auf die Daten unserer Sammlungsdatendank und unserer Mediendatenbank zu bekommen. Dies wird eine sehr effiziente Datenpflege ermöglichen, weil diese dann direkt dort stattfinden kann, wo sich das Objekt befindet, und nicht an einem entfernt stehenden Rechner erfolgen muss.


QR-Codes werden an jedem Insektenkasten und bei jeder Art angebracht. Die meisten Smartphones können die QR-Codes auslesen. Fotos: MfN Berlin / Bernhard Schurian
QR-Codes werden an jedem Insektenkasten und bei jeder Art angebracht. Die meisten Smartphones können die QR-Codes auslesen. Fotos: MfN Berlin / Bernhard Schurian