Teilprojekt 3: Langzeitarchivierung

Mit der Digitalisierung muss die dauerhafte Aufbewahrung und Pflege der Digitalisate sichergestellt sein. Ohne nachhaltiges Konzept zur zeitlich unbegrenzten Datenspeicherung ist der Aufwand der Digitalisierung nicht zu rechfertigen. Die Langzeitarchivierung stellt jedoch nach wie vor eine Herausforderung dar. Sowohl ein vom Leibniz-Verbund Goportis  organisierter internationaler Workshop  als auch ein aktueller Bericht des EU-Projektes Digital Cultural Heritage Network (DC-Net)  kommen zu dem Schluss, dass die Langzeitsicherung digitaler Bestände trotz zahlreich angebotener Software und Serviceleistungen gerade im kulturellen Sektor weitgehend in den Kinderschuhen steckt.


Sphecidae. Foto: MfN Berlin / Carola Radke
Sphecidae. Foto: MfN Berlin / Carola Radke

Am MfN beschränkt sich die derzeitige Archivierung – wie in vielen anderen Instituten auch – auf die Vorhaltung der reinen Daten durch Backup Prozesse und deren mehrjähriger Lagerung. Durch diese Prozesse wird die Verfügbarkeit der Daten zwar gewährleistet, jedoch ist bereits jetzt absehbar, dass die Dateiserversysteme das stark zunehmende Datenvolumen nicht dauerhaft aktiv vorrätig halten können. Besondere Herausforderungen ergeben sich aufgrund ständig ändernder und in der Folge inkompatibler Dateiformate nicht nur in der langfristigen Verfügbarkeit der Objekte, sondern vor allem auch in der Nutzbarkeit in zukünftigen Prozessen. Die Nutzung von zukunftsweisenden Datenformaten und die Beschränkung auf langfristig verfügbare Mechanismen ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Projektes. Hiermit wird auch die internationale Akzeptanz und der damit verbundene Austausch von Forschungsdaten über allgemein gültige Schnittstellen gewährleistet.